| Grundlagen der Edelstein-Massage
Eine Massage ist ein besonderer Moment der Begegnung.
Daher ist es wichtig, diesem Zeit, Raum und Aufmerksamkeit zu widmen:
Genügend Zeit, damit die Massage richtig genossen werden –
und auch nachwirken kann. Die richtige Zeit, in der wir bereit sind, zu
geben, und unser Gegenüber auch bereit ist, anzunehmen. Einen schönen,
angenehmen und sicheren Ort, wo beide sich wohlfühlen und ungestört
sind. Und die Bereitschaft, ganz »da« zu sein und die volle
Aufmerksamkeit der Massage und dem Menschen zu widmen, den wir massieren.

Massiert wird entweder auf dem Boden, wo eine feste Matratze oder zwei
bis drei Wolldecken mit einem Laken darüber eine Behandlungsfläche
bilden, oder auf einer Massageliege (sofern vorhanden). Grundsätzlich
sollten während der Massage Kissen, Knierolle, Wolldecken und gegebenenfalls
weitere Polster zur bequemen Lagerung in Griffweite sein. Bequeme Lagerung
ist zur Entspannung sehr wichtig.
Als Hilfsmittel zur Edelsteinmassage können wir rundpolierte Trommelsteine
(Handschmeichler), Edelstein-Massagestäbe, -Griffel, -Kugeln, Seifensteine,
Linsensteine und viele anderen Formen sowie bei bestimmten Massagen auch
Rohsteine, Kristalle und Edelstein-Essenzen verwenden. Edelsteinstäbe
sind meist sechseckig mit einer runden Basis und einer Spitze. Um gut
handhabbar zu sein, sollten sie etwa acht bis zehn Zentimeter lang sein.
Edelsteingriffel sehen aus wie langgezogene Tropfen von acht bis zwölf
Zentimeter Länge und haben damit ebenfalls ein breiteres rundes und
ein spitzeres, nur leicht abgerundetes Ende.
Die spezielle Massagetechnik – Griffe, Bewegungen und Anwendung
der Steine – unterscheidet sich bei den verschiedenen Edelstein-Massagen
natürlich sehr, je nachdem, in welche Bereiche die Massage einwirkt.
Generell läßt sich jedoch sagen, daß
viele Anwendungen weniger anstrengend sind und angenehmer empfunden werden,
wenn wir unseren ganzen Körper »mitwirken« lassen.
Versuchen Sie hierzu einmal eine kleine Übung: Setzen Sie sich vor
einen Tisch und drücken Sie mit beiden Daumen auf die Tischkante.
Machen Sie das zuerst mit der Muskelkraft Ihrer Arme. Die Bewegung wird
relativ ruckartig und setzt sich auch so in Ihren Körper fort. Ein
bemerkenswerter Energiefluß entsteht nicht und es wird bald anstrengend.
Drücken Sie nun mit den Daumen auf die Tischkante, indem Sie Ihr
ganzes Körpergewicht vor und zurück verlagern. Die Armmuskeln
halten nur, drücken aber selbst nicht. Hierbei wird die Bewegung
harmonischer, der Druck nimmt fließend zu und ab, auch in Ihnen
entsteht ein Energiefluß und es strengt praktisch nicht an. Können
Sie den Unterschied wahrnehmen?
Auf dieser Basis können Sie selbst einmal experimentieren,
wie sich das Massieren mit Edelsteinen anfühlt. Probieren Sie
einfach einmal bei sich selbst folgende grundlegenden Massagegriffe aus:
Kreisen: Bewegen Sie den Stein abwechselnd sanft bis
fest in Kreisen über die Haut. Probieren Sie den Unterschied kleiner und
großer Kreise aus, verschiedene Geschwindigkeiten sowie den Unterschied
zwischen breiten Flächen und (abgerundeten) Kanten.
Streichen:
Führen Sie den Stein in langen, geraden Bewegungen über die Haut, wobei
Sie den Druck gleichmäßig auf die Fläche des Steins verteilen. Auch hier
ergeben sich Unterschiede durch das Variieren von Druck, Geschwindigkeit
und Auflagefläche.
Ziehen:
Das Ziehen ähnelt dem Streichen, doch wird es meist kleinräumiger eingesetzt
und das im Bezug zur Bewegungsrichtung »hintere Ende« des Steins wird
stärker belastet. Variieren Sie auch hier Druck, Geschwindigkeit und Auflagefläche.
Rütteln:
Dynamisches Hin- und Her-Bewegen eines Steins bei festem Streichen oder
Ziehen rüttelt Muskeln und Körperteile auf. Eine stark lösende Bewegung,
die gewissen Druck und Geschwindigkeit benötigt, aber auch nicht zu stark
sein darf. Probieren Sie es aus!

Vibrieren: Hier wird der Stein beim Streichen oder Ziehen
dynamisch auf und ab bewegt, so daß Muskeln und Körperteile großräumig
vibrieren. Es kann auch kurze Zeit auf einer Stelle vibriert werden. Probieren
Sie aus, welcher Druck und welche Geschwindigkeit angenehm sind.
Kneten: Hier werden Muskeln oder Gewebe mit festem Druck
und kurzen Drehbewegungen bearbeitet. Probieren Sie auch hier den Mindestdruck
und die »angenehme Obergrenze« aus.
Drücken: Hier wird der Stein kurz und fest in die Muskulatur
gedrückt, ohne Druck weiter bewegt und wieder gedrückt, so daß eine Linie
mehrerer Druckpunkte entsteht. Das Drücken ist eine zugleich angenehme
und doch tief lösende Technik. Wenn Sie jemand anderen massieren, ist
es hier sehr wichtig, daß Sie den Druck nicht durch Muskelkraft, sondern
durch Verlagerung des Körpergewichts ausüben.
Klopfen:
Rhythmisches, sanftes Schlagen mit dem Stein auf die Körperoberfläche
führt zu einer vitalisierenden Wirkung. Variieren Sie auch hier probeweise
Geschwindigkeit, Stärke und Kontaktfläche.
Wenn Sie ein Gefühl für diese Griffe bekommen haben,
so probieren Sie es im Austausch mit einer Partnerin oder einem Partner
aus. Und schon haben Sie mit Edelstein-Massagen begonnen. Es
ist im Grunde kinderleicht und tut wundervoll gut! Massieren Sie nun einfach
weiter. Folgen Sie Ihrem Gefühl. Fragen Sie nach, was gut tut. Lassen
Sie das Wohlgefühl der Massagebewegung und die Heilwirkung der Edelsteine
zu einer genußvollen, sanften, berührenden Erfahrung verschmelzen. Dehnen
Sie die Massage aus, so weit Sie wollen – und hören Sie auf, wenn es am
besten ist oder noch endlos weitergehen könnte. Ein guter Schluß ziert
alles…
Nach Abschluß der Edelstein-Massage ist es am besten, zunächst (geistig
und körperlich) da zu bleiben, einfach ruhig zu sein und zu beobachten,
wie Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin geht. Bleiben Sie einfach in der
Nähe sitzen und fragen Sie evtl. nach ihrem Befinden. Gehen Sie auf das
ein, was gewünscht wird: Zudecken oder nicht, Ruhe oder Ansprache, Alleinsein
oder Kontakt.
Reinigung des Edelsteins
Die verwendeten Edelsteine sollten Sie nach der Massage von aufgenommenen
Energien und Informationen reinigen. Halten Sie diese dafür eine Minute
oder länger unter fließendes Wasser und reiben Sie sie dabei kräftig mit
den Fingern. Sie werden feststellen, daß die Oberfläche der Steine, die
sich zu Beginn oft etwas »seifig« anfühlt, nach dieser Zeit mehr Widerstand
bietet, der darauf reibende Finger gleitet nicht mehr so leicht. Das zeigt
an, daß aufgenommene Energien abgeflossen sind. Nehmen Sie die Steine
dann aus dem Wasser und legen Sie sie in eine Amethystdruse oder auf ein
Amethyst-Drusenstück. Der Amethyst befreit die Steine von den letzten
verbliebenen Fremdinformationen, nach einigen Stunden sind Ihre Edelstein
wieder »frisch und neu« – für die nächste Behandlung?
Weitere Informationen
Möchten Sie Ihre Erfahrungen mit der Edelstein-Massage weiter vertiefen,
so finden Sie weitere Informationen in dem von Michael Gienger herausgegebenen
Buch »Edelstein-Massagen« (Neue Erde
Verlag, Saarbrücken 2004). Dort werden neben weiteren grundlegenden
Themen (Schutz, Energie-Rücktausch, Möglichkeiten und Grenzen der Edelstein-Massagen)
verschiedene Massageformen ausführlich vorgestellt: Die Intuitive Edelstein-Massage,
Unwinding mit Edelsteinen, die Vitalkörpermassage, die Reflexzonenarbeit
mit Edelsteingriffeln, eine spezielle Bernsteinmassage sowie die Massage
mit Edelsteinkugeln.
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